Partnerschaften für Demokratie: Stadt und Landkreis Coburg werden auch 2017 aus Bundesmitteln gefördert

90.000€ – das ist die Gesamtsumme, die im Jahr 2017 für Projekte der „Partnerschaften für Demokratie in Stadt und Landkreis Coburg“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zur Verfügung gestellt werden kann. Damit wurde der Etat der beiden Demokratiepartnerschaften in der Region Coburg im Vergleich zu 2016 verdoppelt.

Bereits im vergangenen Jahr konnten die Partnerschaften für Demokratie in Stadt und Landkreis Coburg eine Vielzahl von Veranstaltungen, Workshops und Projekten unterstützen. So vielseitig und kreativ diese auch waren, eines hatten sie alle gemeinsam: Sie dienten der Förderung von Demokratie in Stadt und Landkreis Coburg. So wurde ein Graffiti-Workshop mit Aufruf zur Toleranz veranstaltet, die dem kreativen Potential unserer jungen Mitbürgern freien Lauf ließ. Es gab Filmabende und Vorträge zu Themen wie Rechtsextremismus, Erinnerungskultur und religiöse Radikalisierung und es wurde die Arbeit mit Flüchtlingen ebenso unterstützt wie die Förderung demokratischer Teilhabe Jugendlicher und junger Erwachsener.

Auch 2017 werden Stadt und Landkreis Coburg durch „Demokratie leben!“ gefördert. Beide erhielten Zuwendungsbescheide von vorerst jeweils 45.000€, davon stehen je 40.000€ für Projektträger_innen in der Region zur Verfügung. Die Jugendforen in Stadt und Landkreis dürfen über jeweils 5.000€ verfügen. Ab sofort können Vereine, die sich im Bereich Demokratieförderung, Rechtsextremismusprävention und Willkommenskultur engagieren, neue Förderanträge einreichen. Die notwendigen Formulare stehen auf der Homepage www.coburg-ist-bunt.de zum Download bereit oder werden auf Nachfrage zur Verfügung gestellt. Nähere Informationen erteilt Franziska Bartl, Leiterin der Koordinierungs- und Fachstelle für die Stadt Coburg. Sie ist unter 09561-882542, bzw. per Email an demokratie@vhs-coburg.de erreichbar. Interessierte aus dem Landkreis wenden sich an den Leiter der dortigen Koordinierungsstelle, Sebastian Stamm, erreichbar unter 09566-80868924, bzw. per Email an sebastian.stamm@jubi-neukirchen.de

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen Kontakt aufzunehmen um der Philosophie der Ausgrenzung eine Absage zu erteilen und gemeinschaftlich daran zu arbeiten, Demokratie gemeinsam zu leben.

 

Veranstaltungen im Januar/ Februar

Bereits zu Beginn des Jahres dürfen wir Sie auf interessante Veranstaltungen unserer Kooperationspartner aufmerksam machen:

Der Verein Alternative Kultur feiert Geburtstag. Das ZAKC (Zentrum für Alternative Kultur Coburg, Hintere Kreuzgasse 3, Coburg) wird ein Jahr alt. Am Samstag, den 14. Januar, findet dort von 11.00-18.30 Uhr ein vielfältiges Programm mit Brunch, Workshops und Kurzfilmen statt. Im Anschluss  wird ein Konzert im JUZ (Domino, Schützenstraße 1a) veranstaltet. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

 

Das Evangelische Bildungswerk lädt in Kooperation mit der Buchhandlung Riemann zu Vortrag und Lesung. Unter dem Titel „Neue Heimat Deutschland“ spricht Journalist Michael Richter (ARD, NDR) über Konzepte gelungener Integration. Die Veranstaltung findet am 6. Februar 2017 um 19.30 Uhr im Haus Contakt (Untere Realschulstraße 3, Coburg) statt.

 

 

Am 12. Februar findet auf Einladung des Arbeitskreises „Interreligiöser Dialog Neustadt b. Coburg“ der 3. Neustadter Friedensweg statt. Start ist um 18.00 Uhr in der DITIB Moschee (Austraße 15, Neustadt b. Coburg).

 

 

Öffnungszeiten während der Weihnachtsferien

Die Koordinierungs- und Fachstellen der Partnerschaften für Demokratie in Stadt und Landkreis Coburg sind von 23.12.2016 bis einschließlich 6.01.2017 nicht besetzt. Gerne können Sie Ihre Anfragen per Email senden – für die Stadt Coburg an franziska.bartl@vhs-coburg.de, für den Landkreis an sebastian.stamm@jubi-neukirchen.de. Sie werden ab dem 9. Januar bearbeitet.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, schöne Feiertage und alles Gute für 2017!

Photo: skeeze/ pixabay.com

Termine im November – Gedenken an die Reichspogromnacht

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Ausstellung: Coburger Alltag im Ersten Weltkrieg, Einsichten und Konsequenzen

Bis 23.12.2016 im Staatsarchiv Coburg

Wenn man an die Umwälzung des Krieges denkt, genügt es nicht, die schmerzhaften Verluste an der Front oder die schweren Entbehrungen daheim aufzulisten. Der Krieg löste auch eine `demokratische Flut` aus, welche die letzten vier Jahre des Kaiserreiches in den Augen vieler Zeitgenossen zur `ungeheuerlichsten Revolution, die jemals den Erdball erschütterten` [Bethmann Hollweg, Reichskanzler 1909-1917] werden ließen. Weder die Rückwirkungen des Krieges auf die Coburger Bevölkerung und ihr Leben sind bisher erforscht noch ist eine Antwort auf die Frage gegeben, ob bzw. in welchem Maße die damit einhergehende Demokratisierung der deutschen Gesellschaft auch für Coburg zutrifft.

29794900323_11ca7a2964_oDen Jubel und die Transportwaggons mit Aufrufen zur `Kaffeefahrt nach paris`, die hatte es auch heir gegeben. Was war aber dann, als Wut und Trauer über die Todesopfer zunahmen? Als Schwerverwundete durch die Straßen gefahren wurden und spätestens im `Steckrübenwinter´1916/17 der Hunger zum Dauerbegleiter wurde? Kann man das, was hier geschah, vergleichen mit anderen Orten in Deutschland, oder ist hier einiges anders verlaufen als anderswo?

30129463350_cce7cd9a84_oDie von der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Coburg geförderte Ausstellung versucht, auf diese und ähnliche Fragen Antworten zu geben. Auch unter Einbeziehung der antidemokratischen Gegenbewegungen, die ab 1933 in die nationalsozialistische Diktatur führten.

29794900333_43de5e5299_oSie ist bis 23.12.2016 in den Räumen des Staatsarchivs Coburg zu sehen und bietet ein interessantes Begleitprogramm:

Am 28.10. und 17.11.2016, jeweils um 19 Uhr, in der Experimentierwerkstatt „Making Culture“ in der alten Posthalle (Badergasse): Filmabende zum Thema.

Am 22.11.2016, um 19 Uhr: „…Und schließlich kann es einen selbst noch treffen“, Lesung aus Feldpostbriefen und literarischen texten zum Ersten Weltkrieg im Staatsarchiv.

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Festival contre le racisme

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2. Coburger Demokratiekonferenz

Demko

RESPEKT

Ein Projekt der Rückert-Mittelschule Coburg

R-E-S-P-E-K-T

RESPEKT! vor Frau und Mann
RESPEKT! hört sich gut an
RESPEKT! vor jeder Farbe der Haut
RESPEKT! darum sag ich euch laut

In meiner Heimat ist vieles anders (Anders als hier, anders als ihr)
Die Häuser, die Straßen, die Menschen, die Landschaft (Anders als hier, anders als ihr)
Bei uns ist Krieg, Chaos und Leid (Anders als hier, anders als ihr)
Alle wollen die Macht, zum Frieden nicht bereit (Anders als hier, anders als ihr)

Wir haben uns dieses Leben nicht ausgesucht (Haben wir nicht, haben wir nicht)
Wir versuchen täglich, doch sehen nicht aus wie du (Tun wir nicht, tun wir nicht)
Ich mach die Augen zu, das Leben ist nicht einfach (Ich mach die Augen zu, Ich mach die Augen zu)
Ich mach die Augen zu, und träume von der Heimat (Ich mach die Augen zu, Ich mach die Augen zu)

Bei euch in Deutschland war alles neu (Vieles ist gut, manches ist schwer)
Sicherheit, Ordnung eine faire Polizei (Vieles ist gut, manches ist schwer)
Ihr seit immer pünktlich macht alles genau (Vieles ist gut, manches ist schwer)
Jeder geht zur Schule, alle sind schlau (Vieles ist gut, manches ist schwer)

Die Würde des Menschen ist unantastbar (Egal woher, egal wohin)
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich (Egal woher, egal wohin)
Welcher Religion gehörst du an? (Egal woher, egal wohin)
Ob Christ, Buddhist oder Moslem, Mann! (Egal woher, egal wohin)

Sag deine Meinung, das ist kein Problem (Egal woher, egal wohin)
Hier gibts für alle Kinder ein gutes Schulsystem (Egal woher, egal wohin)
Demo, Verein, Versammlungsrecht (Egal woher, egal wohin)
Berufs-, Wohnungs- und Eigentumsrecht (Egal woher, egal wohin)

R-E-S-P-E-K-T

Im Rahmen einer Projektwoche hat sich die Klasse 7UEG der Rückert-Mittelschule in Coburg mit der Frage beschäftigt wie ein gutes Miteinander gelingen kann. Ergebnis ist dieses Video zum Thema „Respekt“. Besonders dabei: Musik, Beatbox, Sprechgesang, Videoschnitt – alles ist selbst gemacht! Ein wirklich tolles Projekt mit einem super Ergebnis.

 

Neue Projekte beschlossen

„My home is my castle“ und „Festival contre le racisme“ – das sind die Titel der Projekte, deren Förderung gestern im Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Coburg“ beschlossen wurde.

Das Ausstellungsprojekt „My home is my castle“, das von der Diakonie Coburg in Zusammenarbeit mit dem P-Seminar des Alexandrinums durchgeführt wird, setzt sich mit Fragen von Armut, Wohnqualität und dem gesellschaftlichen Exklusionsrisiko benachteiligter Menschen auseinander. Indem es für ihre Lebenswelten sensibilisiert, regt das Projekt zur Diskussion über die Verantwortung einer demokratischen Gesellschaft für die Teilhabe aller ihrer Mitglieder an.

Das „Festival contre racisme“ hat seine Ursprünge in Frankreich und wird inzwischen deutschlandweit organisiert. 2016 soll es das erste Mal auch in Coburg stattfinden. Im Rahmen von 2 Aktionswochen im Oktober sollen Workshops, Konzerte, Vorträge und Filmvorführungen auf jegliche Form rassistischer Diskriminierung aufmerksam machen und für den Umgang damit schulen. Projektträger ist der Verein Alternative Kultur e.V.

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Perspektivwechsel: Chancen und Risiken der Zuwanderung

Im Juli geht die Vortragsreihe weiter

Am 6.07. referiert Winfried Pletzner über den Übergang von Willkommens- zu Integrationskultur.

Eine Woche später, am 13.07., berichtet Ute Wallentin von ihrer Arbeit mit Flüchtlingen in Coburg.Die Vorträge finden im Jugend- und Kulturzentrum Domino (Schützenstraße 1A, Coburg) statt. Für Erwachsene kostet der Eintritt 3€, Jugendliche bis zu 27 Jahren zahlen 2€.

Perspektivwechsel13_07